Widerstände

WiderstandFarbecode

Um mit Widerständen zu arbeiten, muss man die Farbcodierung lesen können. Dabei muss man zunächst zwischen Widerständen mit vier Ringen (Kohleschichtwiderstände) und welchen mit fünf Ringen (Metallschichtwiderstände) unterscheiden.

Die ersten zwei, b.z.w. drei Farbringe stehen dabei für Zahlen. Der vorletzte Ring für einen Multiplikator oder einfach gesagt,  für die Anzahl der Nullen. Der letzte Ring gibt die Toleranz an. Im Bild links sieht man die Farbringe Rot, Violett, orange, gold. Das bedeutet also: 2, 7, 000, 5%. Der Widerstand hat demzufolge 27 KΩ. Rechts haben wir die fünf Farbringe, braun, grün, gelb, orange, rot. Also: 1, 5 ,4, 000, 2% – 154 KΩ.

Gelesen werden die Ringe von dem Ring aus, der sich näher am Ende des Widerstands befindet. Manchmal ist das nicht so deutlich zu erkennen. Da aber die meisten Widerstände im Bastelbereich mit 5 oder 10% verkauft werden, kann man die gold und silberfarbenen Ringe schon mal als Letzte identifizieren, da diese Farben nur für Toleranzangaben verwendet werden. Künstlerpech wenn man so einen Widerstand wie auf dem Bild hat.

widerstand-vorsicht-falle

Braun, Schwarz, Schwarz, Violett, Gold, also 1.000.000.000 (1000MΩ) könnte man meinen. Aber falsch, das ist kein Gold sondern schnödes Gelb. Man muss ihn umdrehen und lesen: Gelb, Violett, Schwarz, Schwarz, Braun, was 470 Ω und 1% Toleranz ergibt.

Widerstände gibt es nicht mit jedem Wert. Die verkauften Werte sind aber auch nicht willkürlich gewählt, sondern folgen einem mathematischem Prinzip. So genau muss man das nicht wissen, es reicht, wenn man weiß, dass sich diese Stückelung Widerstandsreihe nennt und es diese Reihen von E3 bis E96 gibt. Je größer die Zahl, um so kleiner der Abstand zwischen den Werten der Widerstände in der Reihe und umso kleiner die Toleranzen der Widerstände.